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AG Müns­ter

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Ur­teil vom 08.03.2011

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Leit­satz (vom Ver­fas­ser nicht amt­lich):

Der Ver­mie­ter kann das Miet­ver­hält­nis mit dem Mie­ter nach § 543 Abs. 1 BGB frist­los kün­di­gen, wenn dem Ver­mie­ter eine Fort­set­zung des Miet­ver­hält­nis­ses unter Ab­wä­gung der bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen nicht zu­ge­mu­tet wer­den kann. Gemäß § 569 Abs. 2 BGB liegt bei einem Woh­nungs­miet­ver­hält­nis ein wich­ti­ger Grund ins­be­son­de­re dann vor, wenn eine Par­tei den Haus­frie­den so nach­hal­tig stört, dass dem Ver­mie­ter ein Fest­hal­ten an den Miet­ver­trag nicht zu­zu­mu­ten ist. Eine sol­che Be­ein­träch­ti­gung des Haus­frie­dens ist ins­be­son­de­re dann ge­ge­ben, wenn ein Mie­ter seine Woh­nung in einem der­art un­hy­gie­ni­schen Zu­stand ver­setzt, dass un­zu­mut­ba­rer Ge­stank in das Trep­pen­haus und an­de­re Woh­nun­gen dringt und so die Miet­mie­ter be­ein­träch­tigt.


In dem Rechts­streit hat das Amts­ge­richt Müns­ter auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 08.03.2011 für Recht er­kannt:

Der Be­klag­te wird ver­ur­teilt, die im ers­ten Ober­ge­schoss rechts des Hau­ses …………., ge­le­ge­ne Woh­nung, be­ste­hend aus drei Zim­mern, Küche, Flur, Bad/WC nebst Kel­ler­raum zu räu­men und in ge­räum­ten Zu­stand an die Klä­ge­rin her­aus­zu­ge­ben.

Der Be­klag­te wird wei­ter­hin ver­ur­teilt, an die Klä­ge­rin au­ßer­ge­richt­li­che Rechts­an­walts­kos­ten in Höhe von 603,93 Euro nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 15.10.2010 zu zah­len.

Die Kos­ten des Rechts­streits trägt der Be­klag­te.

Das Ur­teil ist gegen Si­cher­heits­leis­tung in Höhe von 7.500 Euro vor­läu­fig voll­streck­bar.

NAVY mit langen amp; Holland Holland Kaschmirpullover Ärmeln Der Streit­wert wird auf 6.660 Euro fest­ge­setzt.

I.

Tat­be­stand:

Der Klä­ger hat mit einem Miet­ver­trag vom 01.01.1999 die im Ur­teils­te­nor näher be­zeich­ne­te Woh­nung von einem …. an­ge­mie­tet. Im Jahr 2005 oder 2006 er­warb die Klä­ge­rin das Haus­grund­stück und trat in den Miet­ver­trag ein. Die Miete be­lief sich zu­letzt auf 555,35 Euro.

Am 18.06.2010 be­sich­tig­te der Zeuge …… – der ge­schie­de­ne Ehe­mann der Klä­ge­rin – ge­mein­sam mit dem Zeu­gen …… die Woh­nung des Be­klag­ten. Der Zeuge …. er­stat­te dar­auf­hin ein schrift­li­ches Gut­ach­ten (Bl. 9 ff. GA), des­sen in­halt­li­che Fest­stel­lun­gen je­doch vom Be­klag­ten be­strit­ten wer­den. Die Klä­ge­rin über­sand­te dem Be­klag­ten am 22.07.2010 ein an­walt­li­ches Schrei­ben, in dem sie ihn auf­for­der­te, seine stark ver­schmutz­te und auf­ge­räum­te Woh­nung auf­zu­räu­men und zu säu­bern, um eine Ge­ruchs­be­läs­ti­gung zu be­sei­ti­gen und einen Un­ge­zie­fer­be­fall zu ver­hin­dern. Hier­für wurde dem Be­klag­ten eine Frist bis zum 20.08.2010 ge­setzt, an­dern­falls wurde ihm eine Kün­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses an­ge­droht. Wegen des wei­te­ren In­halts wird auf die mit der Kla­ge­schrift vor­ge­leg­te Kopie (Bl. 14 ff. GA) Bezug ge­nom­men. Der Be­klag­te ant­wor­te­te mit Schrei­ben vom 09.08.2010 über den Mie­ter­ver­ein (Bl. 17 f. GA). Die Par­tei­en ver­ein­bar­ten in der Fol­ge­zeit eine Frist­ver­län­ge­rung bis zum 20.09.2010, da in der Woh­nung zwi­schen­zeit­lich oh­ne­hin Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten durch­ge­führt wer­den soll­ten. Am 24.09.2010 be­sich­tig­ten die Zeu­gen …. und ….. er­neut die Woh­nung. Mit an­walt­li­chem Schrei­ben vom 30.09.2010 er­klär­te die Klä­ge­rin die frist­lo­se Kün­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses, die sie mit dem Zu­stand der Woh­nung und den von ihr aus­ge­hen­den Ge­ruchs­be­läs­ti­gun­gen be­grün­de­te. Wegen des wei­te­ren In­halts des Kün­di­gungs­schrei­bens wird auf die der Kla­ge­schrift bei­ge­füg­te Kopie (Bl. 22 ff. GA) Bezug ge­nom­men.

Die Klä­ge­rin ver­langt vom Be­klag­ten die Räu­mung der Woh­nung und die Er­stat­tung au­ßer­ge­richt­li­cher Rechts­an­walts­kos­ten. Sie be­haup­tet, die Woh­nung sei am 18.06.2010 kom­plett mit ver­schie­de­nen Mo­dell­bah­nen, an­de­ren Mo­del­len, Spiel­zeug, Bü­chern, Ton­trä­gern und an­de­ren Ge­gen­stän­den zu­ge­stellt ge­we­sen. Man habe die Zim­mer nur über schma­le Lauf­we­ge be­tre­ten kön­nen. Die Woh­nung sei zudem voll­kom­men ver­dreckt ge­we­sen. Dies gelte ins­be­son­de­re für die Küche und das Bad. Die Was­ser­häh­ne seien of­fen­sicht­lich seit Jah­ren nicht mehr be­nutzt wor­den. Es be­ste­he daher die Ge­fahr, dass die Was­ser- und Ab­was­ser­lei­tun­gen be­schä­digt oder mit Le­gio­nel­len be­fal­len seien. Auch an­sons­ten be­ste­he die Ge­fahr eines Be­falls der Woh­nung mit Un­ge­zie­fer. Von der Woh­nung gehe ein un­er­träg­li­cher Ge­ruch aus, über den sich be­reits an­de­re Mie­ter des Hau­ses be­schwert hät­ten. Bis zum 24.09.2010 sei keine we­sent­li­che Bes­se­rung des Zu­stan­des er­folgt. Auch hät­ten sich wei­ter­hin die Woh­nungs­nach­barn des Be­klag­ten über den Ge­ruch be­schwert. Die dro­hen­de Be­schä­di­gung der Woh­nung und die Be­ein­träch­ti­gung der an­de­ren Haus­be­woh­ner recht­fer­ti­ge eine frist­lo­se Kün­di­gung des Miet­ver­hält­nis­ses.

Sie be­an­tragt,

1) den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len, die im ers­ten Ober­ge­schoss rechts des Hau­ses ………………, ge­le­ge­ne Woh­nung, be­ste­hend aus drei Zim­mern, Küche, Flur, Bad/WC nebst Kel­ler­raum zu räu­men und in ge­räum­ten Zu­stand an die Klä­ge­rin her­aus­zu­ge­ben,

2) den Be­klag­ten zu ver­ur­tei­len, an sie au­ßer­ge­richt­li­che Rechts­an­walts­kos­ten in Höhe von 603,93 Euro nebst Zin­sen in Höhe von 5 Pro­zent­punk­ten über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz seit dem 15.10.2010 zu zah­len.

Der Be­klag­te be­an­tragt, die Klage ab­zu­wei­sen.

Er be­haup­tet, dass er be­reits seit 55 Jah­ren in der Woh­nung wohne. Das Haus sei von sei­nen El­tern er­rich­tet wor­den, er wohne dort seit sei­nem zwölf­ten Le­bens­jahr. Er habe das Haus spä­ter ge­erbt und es dann 1999 an Herrn …. ver­äu­ßert und mit die­sem den Miet­ver­trag ge­schlos­sen. Er be­strei­tet den von der Klä­ge­rin be­haup­te­ten Zu­stand der Woh­nung. Er habe eine um­fang­rei­che Samm­lung an Mo­dell­ei­sen­bah­nen, an­de­ren Mo­del­len, Ton­trä­gern und der da­zu­ge­hö­ri­gen Fach­li­te­ra­tur. Die Samm­lung sei so um­fang­reich, dass er sie teil­wei­se auf dem Boden der Woh­nung la­gern müsse. Er pfle­ge seine Samm­ler­stü­cke aber, von einem ver­müll­ten Zu­stand könne keine Rede sein. Es sei ihm auch ohne wei­te­res mög­lich, die Woh­nung zu lüf­ten oder die Was­ser­an­schlüs­se zu nut­zen, er müsse dazu nur ein­zel­ne Sa­chen zur Seite räu­men. Nach dem Be­sich­ti­gungs­ter­min am 18.06.2010 habe er be­gon­nen, um­fang­rei­che Teile sei­ner Samm­lung an ver­schie­de­ne Händ­ler zu ver­kau­fen. Er habe sich einen Staub­sau­ger ge­kauft und könne sich nun um die Rei­ni­gung der Woh­nung zu küm­mern. Er be­strei­tet, dass eine Be­schä­di­gung der Lei­tun­gen drohe. Wenn die Sa­ni­tär­an­la­gen in einem schlech­ten Zu­stand seien, dann läge das daran, dass sie seit Er­rich­tung des Hau­ses nicht aus­ge­tauscht wor­den seien. Es drohe auch kein Be­fall mit Bak­te­ri­en oder Un­ge­zie­fer. Wei­ter­hin be­strei­tet er, dass sich an­de­re Haus­be­woh­ner über einen üb­li­chen Ge­ruch be­schwert hät­ten. Wenn es üblen Ge­ruch im Haus­flur ge­ge­ben habe, dann stam­me die­ser von Haus­be­woh­nern, die mit Knob­lauch ko­chen. Die Klä­ge­rin be­ab­sich­ti­ge le­dig­lich, ihn aus der Woh­nung zu ver­trei­ben, um sie mit hö­he­rer Miete an eine Stu­den­ten-WG ver­mie­ten zu kön­nen.

Das Ge­richt hat durch die Ver­neh­mung der Zeu­gen ….., …, ……, ……..​zum Zu­stand der Woh­nung und den Be­schwer­den an­de­rer Haus­be­woh­ner Be­weis er­ho­ben. Wegen des Er­geb­nis­ses der Be­weis­auf­nah­me wird auf das Pro­to­koll der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 08.03.2011 (Bl. 66 ff. GA) Bezug ge­nom­men. Wegen des wei­te­ren Vor­tra­ges der Par­tei­en wird auf die ge­wech­sel­ten Schrift­sät­ze und die Pro­to­kol­le der münd­li­chen Ver­hand­lun­gen Bezug ge­nom­men.

II.

Ent­schei­dungs­grün­de:

Die Klage ist zu­läs­sig und in vol­lem Um­fang be­grün­det.

1.

Die Klä­ge­rin hat einen An­spruch auf Räu­mung der Woh­nung aus § 546 Abs. 1 BGB.

Zwi­schen den Par­tei­en be­stand ein Miet­ver­hält­nis über die Woh­nung, seit die Klä­ge­rin mit dem Er­werb des Haus­grund­stü­ckes gemäß § 566 Abs. 1 BGB in das Miet­ver­hält­nis zwi­schen dem Be­klag­ten und dem Vor­ei­gen­tü­mer …. ein­ge­tre­ten ist. Die­ses Miet­ver­hält­nis ist be­en­digt, weil die Klä­ge­rin mit dem Schrei­ben vom 30.09.2010 wirk­sam die frist­lo­se Kün­di­gung er­klärt hat:

a.

Die Klä­ge­rin konn­te das Miet­ver­hält­nis gemäß den §§ 543 Abs. 1, 569 Abs. 2 BGB frist­los kün­di­gen.

§ 543 Abs. 1 BGB er­mög­licht die frist­lo­se Kün­di­gung eines Miet­ver­hält­nis­ses aus einem wich­ti­gen Grund dann, wenn der kün­di­gen­den Ver­trags­par­tei eine Fort­set­zung des Miet­ver­hält­nis­ses unter Ab­wä­gung der bei­der­sei­ti­gen In­ter­es­sen nicht zu­ge­mu­tet wer­den kann. Gemäß § 569 Abs. 2 BGB liegt bei einem Miet­ver­hält­nis über Wohn­raum ein wich­ti­ger Grund im Sinne des § 543 Abs. 1 BGB ins­be­son­de­re dann vor, wenn eine Par­tei den Haus­frie­den nach­hal­tig stört, so dass im Er­geb­nis der vor­zu­neh­men­den Ab­wä­gung ein Fest­hal­ten am Miet­ver­trag nicht zu­mut­bar ist.

Eine sol­che Be­ein­träch­ti­gung des Haus­frie­dens ist ins­be­son­de­re auch dann ge­ge­ben, wenn ein Mie­ter seine Woh­nung in einem der­art un­hy­gie­ni­schen Zu­stand ver­setzt, dass un­zu­mut­ba­rer Ge­stank in das Trep­pen­haus und an­de­re Woh­nun­gen dringt und so die Miet­mie­ter be­ein­träch­tigt (vgl. hier­zu AG Saar­brü­cken, Ur­teil vom 29.10.1993, Az. 37 C 267/93; AG Gör­litz, Ur­teil vom 24.10.1997, Az. 2 C 0431/97).

So war es hier; ob auf­grund des Zu­stan­des der Woh­nung tat­säch­lich eine Be­schä­di­gung der Lei­tun­gen oder ein Un­ge­zie­fer­be­fall zu be­fürch­ten war, konn­te in­so­fern da­hin­ste­hen:

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aa.

Zu­nächst ist das Ge­richt im Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me zu der Über­zeu­gung ge­langt, dass sich die Woh­nung des Be­klag­ten am 18.06.2010 in der vom Zeu­gen …. in sei­nem Gut­ach­ten vom 19.08.2010 fest­ge­hal­te­nen Zu­stand be­fand. So­wohl der Zeuge …. als auch der Zeuge ….. haben den Zu­stand der Woh­nung glaub­haft und ein­dring­lich der­art be­schrie­ben, dass sie kom­plett zu­ge­stellt und in einem äu­ßerst un­hy­gie­ni­schen Zu­stand war. Das Ge­richt ist wei­ter­hin auf­grund der Aus­sa­gen der bei­den Zeu­gen auch zu der Über­zeu­gung ge­langt, dass sich der Zu­stand bis zum 24.09.2010 nicht we­sent­lich ge­bes­sert hat.

Auch die Aus­sa­gen der vom Be­klag­ten ge­gen­be­weis­lich be­nann­ten Zeu­gen ste­hen die­sen Fest­stel­lun­gen nicht ent­ge­gen. Auch diese Zeu­gen haben den be­haup­te­ten Zu­stand der Woh­nung im we­sent­li­chen be­stä­tigt. Sie haben al­le­samt aus­ge­sagt, dass der Be­klag­te seine Woh­nung kom­plett mit sei­nen ver­schie­de­nen Samm­lun­gen zu­ge­stellt habe und sie nicht son­der­lich sau­ber ge­hal­ten habe. Dabei haben zwar die dem Be­klag­ten durch län­ge­re Ge­schäfts­kon­tak­te näher be­kann­ten Zeu­gen ver­sucht, den Zu­stand zu re­la­ti­vie­ren, dies wie­der­um auf Nach­fra­ge je­weils wie­der ein­ge­schränkt. So hat bei­spiels­wei­se der Zeuge ….. zu­nächst aus­ge­sagt, dass die hy­gie­ni­sche Si­tua­ti­on „nicht gut“ ge­we­sen sei, die Woh­nung dann spä­ter aber als „Mes­sie“-Woh­nung be­zeich­net, bei der le­dig­lich die Ten­denz zu einem be­wohn­ba­ren Zu­stand zu sehen ge­we­sen sei. Die dem Be­klag­ten nicht näher be­kann­ten Zeu­gen …. und …. haben den von den Zeu­gen … und … . ge­schil­der­ten Zu­stand hin­ge­gen un­ein­ge­schränkt be­stä­tigt. Auch die Er­klä­rung des Be­klag­ten in sei­ner An­hö­rung am 25.01.2011, er habe sich einen Staub­sau­ger an­ge­schafft, stützt den klä­ge­ri­schen Vor­trag, be­deu­tet er doch im Um­kehr­schluss, dass der Be­klag­te vor dem 18.06.2010 jah­re­lang kei­nen Staub­sau­ger ein­ge­setzt hat.

bb.

Das Ge­richt ist im Er­geb­nis der Be­weis­auf­nah­me wei­ter­hin zu der Über­zeu­gung ge­langt, dass von der Woh­nung ein un­er­träg­li­cher Ge­ruch aus­ging, der auch au­ßer­halb der an­ge­mie­te­ten Woh­nung wahr­ge­nom­men wor­den ist. Dies wurde von den Zeu­gen …. und ….., aber auch von dem ge­gen­be­weis­lich be­nann­ten Zeu­gen ….. be­stä­tigt. Ins­be­son­de­re der Zeuge …..​hat sehr ein­dring­lich ge­schil­dert, wie er sich als Be­woh­ner der Nach­bar­woh­nung durch den Ge­ruch be­ein­träch­tigt sieht und sogar ge­zwun­gen war, seine Woh­nungs­tür unten ab­zu­de­cken, um das Ein­drin­gen des Ge­ruchs zu ver­hin­dern. Das Ge­richt ver­kennt hier nicht, dass die an­de­ren Zeu­gen den Ge­ruch als nicht so stark oder zu­min­dest nicht nach außen drin­gend be­schrie­ben haben. Es muss hier je­doch be­rück­sich­tigt wer­den, dass diese Zeu­gen sich je­weils nur für kurze Zeit an ein­zel­nen Tagen dort auf­ge­hal­ten haben, an denen die Ge­ruchs­be­las­tung mög­li­cher­wei­se we­ni­ger stark war. Dem­hin­ge­gen war der Zeuge …….als Nach­bar des Be­klag­ten durch­ge­hend im Haus.

Zudem er­scheint der ge­schil­der­te Ge­ruch in An­be­tracht des von allen Zeu­gen be­stä­tig­ten Zu­stan­des der Woh­nung auch plau­si­bel. Das gilt umso mehr, als ei­ni­ge Zeu­gen aus­ge­sagt haben, dass der Be­klag­te zu­min­dest bis in den Som­mer des Jah­res auch eine Katze ge­hal­ten hat. Der durch Kat­zen­u­rin ver­ur­sach­te Ge­ruch ist von be­son­de­rer Pe­ne­tranz und kann sich bei man­geln­der Rei­ni­gung der Woh­nung schnell fest­set­zen.

cc.

Die Klä­ge­rin sah sich auch Be­schwer­den an­de­rer Mie­ter über den Ge­ruch aus der Woh­nung des Be­klag­ten aus­ge­setzt. Der Zeuge ….. hat glaub­haft aus­ge­sagt, dass münd­li­che Be­schwer­den der an­de­ren Mie­ter An­lass für die Be­sich­ti­gung am 18.06.2010 ge­we­sen sei. Spä­ter seien hät­ten sich auch die Mie­ter ….. und …… per e-mail be­schwert. Diese mails sind der Kla­ge­schrift bei­ge­fügt (Bl.19 f. GA). Dies hat der Zeuge …… in sei­ner Aus­sa­ge be­stä­tigt, der sich nach sei­nem Ein­zug am 23.08.2010 ge­mein­sam mit sei­ner Freun­din …… per e-mail bei dem Zeu­gen ….. be­schwert und auch über eine Miet­min­de­rung nach­ge­dacht haben will. Diese An­ga­ben des Zeu­gen er­schei­nen im Hin­blick auf seine Dar­stel­lung der Ge­ruchs­be­läs­ti­gung plau­si­bel – in­wie­fern er hin­ge­gen die Klä­ge­rin bei dem vom Be­klag­ten be­haup­te­ten Vor­ha­ben, aus sei­ner Woh­nung eine Stu­den­ten-WG zu ma­chen, un­ter­stüt­zen soll­te, er­schließt sich dem Ge­richt hin­ge­gen nicht.

dd.

Die vor­zu­neh­men­de Ab­wä­gung der In­ter­es­sen der Klä­ge­rin mit den­je­ni­gen des Be­klag­ten führt hier dazu, dass der Klä­ge­rin eine Fort­dau­er des Miet­ver­hält­nis­ses nicht zu­ge­mu­tet wer­den kann. Der Klä­ge­rin kann hier nicht ab­ver­langt wer­den, dass sie Miet­min­de­run­gen und Kün­di­gun­gen an­de­rer Mie­ter hin­nimmt, zumal sie dem Be­klag­ten eine hin­rei­chen­de Frist ge­setzt hat, sein Ver­hal­ten ab­zu­stel­len. Da die­ser die zwi­schen­zeit­lich noch­mals ver­län­ger­te Frist je­doch nicht dazu ge­nutzt hat, eine tief­grei­fen­de Ver­bes­se­rung her­bei­zu­füh­ren, kann ihr ein wei­te­res zu­war­ten nicht zu­ge­mu­tet wer­den. Dabei kann auch da­hin­ste­hen, ob der Be­klag­te tat­säch­lich die be­haup­te­te Zeit­span­ne in dem Haus wohnt: Zwar kann ein au­ßer­or­dent­lich lange an­dau­ern­des Miet­ver­hält­nis ge­ra­de bei einem äl­te­ren Mie­ter dazu füh­ren, dass eine be­son­de­re Pflicht zur Rück­sicht­nah­me be­steht und die Kün­di­gung nur unter er­schwer­ten Vor­aus­set­zun­gen mög­lich ist – aus­ge­schlos­sen ist sie je­doch nicht.

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Auch eine Be­rück­sich­ti­gung des Ver­schul­dens des Be­klag­ten führt hier zu kei­nem an­de­ren Er­geb­nis: Der Be­klag­te hat be­reits nicht dar­ge­legt, dass er nicht zu einer Wie­der­her­stel­lung des ver­trags­ge­mä­ßen Zu­stan­des in der Lage ge­we­sen wäre. Dies gilt ins­be­son­de­re unter dem Ge­sichts­punkt, dass er durch­aus in der Lage war sich an den Mie­ter­ver­ein zu wen­den, also auch Hilfe von außen in An­spruch zu neh­men.

b.

Die gemäß § 543 Abs. 2 BGB er­for­der­li­che Ab­mah­nung ist mit dem Schrei­ben vom 22.07.2010 er­folgt. Der Be­klag­te hatte auch hin­rei­chend Ge­le­gen­heit, das ab­ge­mahn­te Ver­hal­ten ab­zu­stel­len: Zu­min­dest nach der ge­währ­ten Frist­ver­län­ge­rung war die ihm ein­ge­räum­te Frist aus­rei­chend.

c.

Das Kün­di­gungs­schrei­ben ent­spricht auch den An­for­de­run­gen des § 569 Abs. 4 BGB: Der zur Kün­di­gung füh­ren­de wich­ti­ge Grund ist an­ge­ge­ben.

2.

Die Klä­ge­rin hat wei­ter­hin einen An­spruch auf Er­satz ihrer Rechts­an­walts­kos­ten aus den §§ 535, 280, 249 BGB. Die durch die Kün­di­gung ent­stan­de­nen Rechts­an­walts­kos­ten sind er­satz­fä­hi­ge Kos­ten der Rechts­ver­fol­gung; die Klä­ge­rin konn­te sich zur Aus­übung ihres Kün­di­gungs­rechts eines an­walt­li­chen Bei­stan­des be­die­nen.

3.

NAVY mit Kaschmirpullover Holland Ärmeln langen amp; Holland Die Kos­ten­ent­schei­dung folgt aus § 91 ZPO, die Ent­schei­dung über die vor­läu­fi­ge Voll­streck­bar­keit des Ur­teils aus § 709 ZPO.

Der Streit­wert wurde gemäß § 41 Abs. 1 GKG auf den zwölf­fa­chen Be­trag der Mo­nats­mie­te von 555 Euro fest­ge­setzt.